My Job Went To India, Chad Fowler

19. Januar 2006 von Ralph Bergmann in Allgemein

Hier die Präsentation zu unserer heutigen Buchbesprechung. Das Buch kann man direkt bei Amazon bestellen. Weiterhin findet man bei SYS-CON.TV ein sehr nettes Interview mit Autor Chad Fowler.

Title: PDF zum Buch
File: mjwti.pdf

One Response to “My Job Went To India, Chad Fowler

  1. Hans Brucker Says:

    Fowlers Buch “My Job Went to India” ist ein konstruktiver, erfrischender
    Beitrag, auch wenn sein ‘Positivismus’ manchmal nicht ganz so glatt
    runtergeht bei Profis, die mit dem Tagesgeschäft schon voll beschäftigt
    sind.

    Wie, ständig neue Tools und andere Mätzchen lernen, und jetzt auch noch
    mit Indern konkurrieren, und das in meiner Freizeit? Ist das nicht die
    Aufgabe meiner Chefs? Reicht es denn nicht, wenn ich ein Diplom habe und
    meine Arbeit mache?

    Der Witz ist doch, dass die Globalisierung längst stattgefunden hat, und
    dass Länder wie “Exportweltmeister” Deutschland zu den grössten
    Gewinnern zählen. Globalisierung steckt im Germüseregal, im Tank des
    Autos und der Müslischüssel, die wir mal eben für 75 cent in einem der
    Geiztempel abgegriffen haben. Bei unseren Grosseltern wurde Porzellan
    noch vererbt. Der Unterschied ist ‘Globalisierung’.

    Wir haben Frieden in Europa, weil die Völker gelernt haben miteinander
    zu handeln, und einigermassen fair miteinander auszukommen.

    Ist es nun ‘fair’, wenn ein Inder für 10% meines Gehalts arbeitet? Fair
    für wen? Ist es ‘fair’, wenn Völker, die Öl haben, davon reich werden?
    Sollten sie es uns schenken? Würden wir ihnen unsere Kohle schenken?
    Oder unser Know-How? Und warum sollten wir? Und warum sollten Menschen
    die Exportwaren kaufen (die unseren Wohlstand finanzieren), wenn wir
    sonst mit ihnen nichts zu tun haben wollen? Wäre es ‘fair’, das von
    ihnen zu erwarten?

    Wir haben etwas miteinander zu tun, ob wir das wollen, oder nicht.

    Quantitative Untersuchungen von Psychologen belegen, dass das Gefühl von
    Machtlosigkeit und Ausgeliefertsein grossen Stress, bis hin zu massiven
    gesundheitlichen Problemen hervorruft.

    Deswegen ist Fowlers Buch so wichtig:

    Es beschreibt einen unausweichlichen Wandel, aber auch, dass wir ihm
    nicht hilflos gegenüberstehen. Wir können etwas tun. Und das ist
    unendlich viel mehr, als zu jammern.